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Junge Menschen braucht die Stadt.

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Der West-Berliner Senat wirbt um Fachkräftenachwuchs aus dem Bundesgebiet.

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Der Grund: Das Durchschnittsalter der Einwohner der Inselstadt steigt.

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1970 sind rund ein Fünftel der West-Berliner bereits älter als 65.

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Grenzenloses Vergnügen soll junge Leute locken.

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„Berlin ist durchgehend geöffnet“ – verheißt ein Werbeslogan: West-Berlin ist das Eldorado der Nachtschwärmer.

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Noch verlockender sind materielle Anreize: Satte Prämien winken allen Bewohnern der Insel Berlin.

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Das gibt es nur in West-Berlin:

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Berlinzulage, Anreisekostenerstattung, Überbrückungsgeld, Umzugskostenerstattung.

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Und schließlich ein Angebot, das sich als Bombenerfolg erwiesen hat: Der zinsverbilligte Kredit, genannt Einrichtungsdarlehen.

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Trotz Subventionssegen: Viel zu selten rollt der Möbelwagen aus dem Bundesgebiet nach West-Berlin.

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Auch die Berliner auf der Ostseite der Mauer bekommen einen kleinen Zuschlag auf den Lohn.

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Dabei sind Bleibeprämien hier gar nicht nötig.

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Die 	Menschen ziehen gerne aus der Provinz nach Ost-Berlin.

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Die „Hauptstadt der DDR“ ist die Zu-Zugsstadt.

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Auch wer hier studiert hat, versucht zu bleiben.

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Für die Medizinstudentin Ruth Raabe geht 1970 der Traum in Erfüllung: Eine Neubauwohnung im Stadtzentrum.

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Wenn man Kinder hat, dann ist das was ganz außerordentlich Schönes.

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Mit Mann und Kind zieht Ruth Raabe aus einer Mansardenwohnung mit Ofenheizung in ihr neues Quartier:

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Kein Luxus, aber Bad und Fernheizung, und den Alex fast vor dem Balkon.

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Möbel nach Wunsch gibt es im Osten allerdings nur selten im Kaufhaus.

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Wie viele andere ist die Ärztin auch Hobby-Heimwerkerin:

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Ich habe meine, die Stühle, die Sessel, die Schlafcouch, das habe ich 	alles selbst bezogen.

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Ich hab mir den Stoff ausgesucht und die Sachen hab ich alle bezogen, bis hin zur Lampe, alles, wie ich das haben wollte, hab ich selber gemacht.

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Alltag im Osten.

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Es gibt keinen Mangel an Grundlegendem. Doch wer etwas Besonderes will, braucht Beziehungen.

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Man hat sich untereinander geholfen, muss ich sagen.

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Der eine hat eben das gehabt und hat es dem anderen mitgebracht und umgekehrt.

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Meine Gemüsefrau, die hat natürlich immer was zurückgelegt für mich.

