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Zehntausende Menschen verlassen Anfang der 60er Jahre die DDR Richtung Westen.

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Das Notaufnahmelager Marienfelde ist für die ehemaligen DDR-Bürger oft die erste Station.

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Die 25-jährige Krankenschwester Ursula Hagemann kümmert sich hier um die Flüchtlinge.

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Wir hatten schon eine Fabrik angemietet, wo wir da die 6 Leute in einem Zimmer hatten und bei uns wurden auch aus 3-Bett-Zimmern plötzlich 6-Bett-Zimmer.

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Wir hatten wirklich alle Betten aufgestellt, die überhaupt im Lande zu verteilen waren

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Die Zahl der Flüchtlinge steigt immer weiter. Allein zu Ostern melden sich mehr als 4.000 Menschen.

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Massenandrang in Marienfelde.

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Das Auffanglager ist hoffnungslos überfüllt. Viele haben sich den „Goldenen Westen“ anders vorgestellt.

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Ursula Hagemann bekommt die Enttäuschung zu spüren:

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Die hatten lediglich einen Stuhl, ein Bett, 2 Decken, Teller, Tasse, Besteck und das war alles.

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Das war natürlich für die erst mal: ohh. Die dachten vielleicht ins Hotel zu kommen.

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Nach dem Mauerbau ändert sich die Situation in Marienfelde schlagartig.

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Viele Menschen sind froh, es noch geschafft zu haben.

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Andere verzweifelt, abgeschnitten von ihren Angehörigen.

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Neu ankommende Flüchtlinge gibt es in der nächsten Zeit kaum.

