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Der Sophien - Friedhof an der Bernauer Strasse.

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Am 14. August 1961 gleicht er einem Heerlager.

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Die Geschwister Ingeborg Hiekel und Peter Hohmann wollen hier in die Freiheit fliehen.

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Doch die Übermacht der Soldaten und 	Kampfgruppenmitglieder vereitelt ihren Plan.

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Wir waren fest entschlossen über die Friedhofsmauern zu klettern.

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Wir haben extra einen Blumentopf gekauft, um eines der Gräber an der Friedhofsmauer zu besuchen.

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Aber der Friedhof war voller Soldaten mit Maschinenpistolen.

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Vor dem Eingang des Friedhofs standen lauter Gulaschkanonen und Soldaten und Polizei. Es war hier viel los!

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Ingeborg Hiekel und Peter Hohmann werden  in Hohenschönhausen groß.

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Peter, der  in Ostberlin eine Kellnerausbildung gemacht hat, ist Grenzgänger.

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Am Brandenburger Tor wechselt er täglich die Welten.

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Er arbeitet am 	Ku’damm. Im Hotel am Zoo bedient er Schauspieler und Politiker.

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Hier genießt er das Flair der großen Metropole.

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Die Gäste waren unter anderem Sophia Loreen, Gina Lollobrigida, Robert Stolz usw. Auch viele Politiker.

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Die CDU hatte hier gewohnt. Konrad Adenauer sehr häufig und auch Ludwig Erhard, der mich dann gefragt hatte, wo ich denn wohne.

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Ich sagte Ihm: In Ost-Berlin. Er sagte dann lächelnd: Wollen Sie denn nicht 'mal umziehen?

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Den Tipp, nach Westberlin umzuziehen, will er befolgen.

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Doch die 	Grenzziehung durchkreuzt seine Pläne.

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In der Nacht zum 13. August  geht er nach Feierabend mit seinem Kollegen noch ein Bier trinken.

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In einer Kneipe in der Kantstrasse.

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Da kamen die Leute rein und informierten uns, dass da etwas an der Grenze passiert.

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Der Wirt stellte seinen Empfänger ein und Tatsache kamen durchsagen, dass die Grenze absperrt wird.

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Ich und mein Freund haben uns ein Taxi genommen und sind zum Brandenburger Tor gefahren.

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Doch das Tor ist in der Nacht schon  stark bewacht.

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Peter Hohmann möchte 	zu seiner Schwester nach Hohenschönhausen.

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Aber vorher vergräbt  er nach und nach mit seinem Kollegen sein Trinkgeld im Tiergarten, 60 Westmark.

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Wir haben befürchtet, dass uns das Westgeld abgenommen wird,

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wir haben es sonst immer in der S-Bahn in den Aschenbechern versteckt.

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Diesmal haben wir uns hier eine Stelle ausgesucht.

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Wir dachten ja eh nicht, dass es von Ewigkeit sein wird.

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Ohne lange nachzudenken, gehen  sie zum Brandenburger Tor und zeigen den Soldaten ihre DDR-Ausweise.

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So kommen beide nach Ostberlin.

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Das war natürlich eine Kurzschlusshandlung, die nicht gut war.

03:15.210 --> 03:17.427
Wir hätten natürlich in West-Berlin bleiben sollen.

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Das haben wir sehr bereut anschließend.

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Schon am nächsten Tag versucht er mit seiner Schwester die Flucht über den Friedhof an der Bernauer Strasse.

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Doch das vermeintliche Schlupfloch ist 	bereits von NVA-Einheiten und Kampfgruppen geschlossen worden.

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Wir kamen gar nicht raus. 

03:33.199 --> 03:38.126
Die waren alle schwer bewaffnet und liefen zwischen den Gräbern 'rum.

03:38.126 --> 03:43.291
Wir sind dann abgedreht und in Richtung Brunnenstraße/ Bernauer Straße gegangen.

03:43.291 --> 03:47.189
Auf der Bernauer Strasse verläuft die Grenze.

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In der Brunnenstrasse schafft es Peter Hohmann, sich an den ersten Soldaten in Richtung Westen 	vorbeizuschleichen.

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Als einer der Soldaten seinen Ausweis kontrolliert  hat er plötzlich Glück.

04:01.561 --> 04:09.122
Er wollte mich gerade zurückschicken, hatte mein Ausweis noch in der Hand.

04:09.122 --> 04:12.655
In dem Moment lief ein Flüchtling aus der Mitte der Straße los.

04:12.655 --> 04:19.397
Alle Soldaten rannten dem hinterher, auch meiner mit meinem Ausweis.

04:19.397 --> 04:20.885
In dem Moment sprintete ich los.

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Es waren etwa 80-100 Meter, aber so schnell kam mir keiner hinterher.

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Seine Schwester aber bleibt zurück. Sie befürchtet, dass ihr Bruder geschnappt worden ist.

04:34.791 --> 04:47.156
Ich habe mi im Geiste, weil ich ihn zur Flucht aufgehetzt habe, die Schuld zu geschoben und Briefe an Ulbricht geschrieben.

04:47.156 --> 04:57.489
Dann kam ich nach Hause und 2-3 Stunden später kam mein damaliger Freund aus West-Berlin strahlend an

04:57.489 --> 04:59.226
und bestellte mir schöne Grüße von Peter.

04:59.226 --> 05:02.383
. Da wusste ich, er hat es geschafft und ich war zufrieden.

05:02.383 --> 05:07.482
Ihr gelingt einige Tage später die Flucht mit einem falschen Ausweis.

