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Also früher ging die Terrasse bis auf diese Höhe hier.

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Es war eine betonierte Terrasse und vom Wohnzimmer aus ging hier drunter eben der Mauerdurchbruch.

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Vom Wohnzimmer, unter der Terrasse und hier, wo wir jetzt stehen war praktisch ein rechteckiges, größeres Loch ausgehoben

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dass 	man sich da bewegen kann, auch um den Sand nachher rauszuschaffen.

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Und 	von da aus ging es hier in dieser Richtung im Bogen steil nach unten auf drei 	Meter Tiefe.

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Im März 1963 floh der 11-jährige Detlef mit seinen Eltern und zehn weiteren Personen von Glienicke/Nordbahn nach West-Berlin,

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durch einen Tunnel aus dem Wohnzimmer seines Elternhauses, das damals unmittelbar an der Grenze stand.

00:45.010 --> 00:54.085
Wir mussten den Ausweis richtig um den Hals haben, damit wir den jeden Moment zeigen und das war so erniedrigend, möchte ich sagen.

00:54.085 --> 00:59.272
Dass Sie so unter Kontrolle sind, dass Sie keinen Schritt ohne Kontrolle machen konnten.

00:59.272 --> 01:06.807
Und da waren wir gerade im Urlaub und da hat meine Schwiegermutter geschrieben, die Grenzen sind zu.

01:06.807 --> 01:09.735
Und da hat mein Mann gesagt, "das wollen wir mal sehen".

01:09.735 --> 01:12.547
"Ich glaube, da machen wir nicht mit.“

01:12.547 --> 01:19.032
Im Westen ist die geglückte Flucht d a s Medienereignis, so wie hier in der Abendschau:

01:19.032 --> 01:31.350
Der Sand der wurde erst draußen verarbeitet als Beton, für die Terrasse zu erhöhen und nachher, wie der Frost kam,

01:31.350 --> 01:40.255
haben wir die Erde nach innen gebracht und zwar haben wir einen Fußboden erhöht.

01:40.255 --> 01:44.659
Wir haben in der Küche 	eine doppelte Wand gezogen.

01:44.659 --> 01:50.822
Wir haben in der Stube von meiner Mutter eine doppelte Wand gezogen.

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Und wir haben auch die Erden auf den Boden gebracht, da ich eine Massivdecke hatte.

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Außerdem mussten wir nachher jedes Gefäß, was Schränke und so weiter waren, mit Sand füllen.

02:02.837 --> 02:06.155
Wir mussten ja vor Sand nicht mehr, wohin mit allem.

02:06.155 --> 02:16.080
Luftmatratzen gefüllt und den Boden ein bisschen zurückgezogen, voll gemacht und also, jeder Schrank war voll Sand.

02:16.080 --> 02:18.153
Durfte ja keiner wissen.

02:18.153 --> 02:24.383
Ein halbes Jahr haben sie Nacht für Nacht gebuddelt, während über ihnen die Grenzer patrouillierten.

02:24.383 --> 02:29.735
Zum fünfzigsten Jahrestag des Mauerbaus ist ein kleiner Teil des Tunnels wieder freigelegt geworden.

02:29.735 --> 02:32.856
Ich bin jetzt hier auf der Oberkante des Tunnels.

02:32.856 --> 02:34.428
Das ist geschützt mit einer Glasscheibe.

02:34.428 --> 02:41.303
Hier sehen sie noch eine Glühbirne von der Beleuchtung.

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Hier 	in diesem Bereich, zur Beleuchtung des Tunnels und auch als Signallampe, wenn halt Grenzposten und die Stasi ins Haus kamen,

02:50.714 --> 02:55.271
wurde es ausgeschaltet, dann durften hier keine Arbeiten weiter passieren.

02:55.271 --> 02:58.755
80 Zentimeter hoch, 60 Zentimeter breit war der Tunnel.

02:58.755 --> 03:03.529
Mit den Füßen voran auf dem Rücken krochen die Flüchtlinge 46 Meter weit in den Westen.

03:03.529 --> 03:06.389
Dort stieg der erste aus und holte die Polizei.

03:06.389 --> 03:09.387
Für die übrigen bedeutete das zwei lange Stunden warten.

03:09.387 --> 03:15.801
Sicher, dass wir in West-Berlin sind, das waren wir schon, aber wir - meine Großmutter, die konnte keinen schnellen Schritt machen.

03:15.801 --> 03:21.193
Wir konnten von der Grenzpolizei, die ein Stück weiter eben ein Nickerchen gemacht haben, beobachtet werden.

03:21.193 --> 03:25.897
Und man war sich nicht sicher, ob die zwei Meter hinter dem Zaun sich nicht noch eine Kugel verirrt.

03:25.897 --> 03:33.784
Fünf Jahre nach dem Fall der Mauer - 1994 - ist Detlef Aagard mit Familie und Mutter wieder in das Haus zurückgekehrt,

03:33.784 --> 03:35.489
aus dem sie einst flüchteten.

