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Leben wie im Westen, das kann man auch in Ost-Berlin.

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Direkt am Bahnhof Friedrichstraße eröffnet im April 1977 das Hotel »Metropol«.

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Hier wohnt man für Devisen - und arbeitet für Mark der DDR, wie Helga Lindner.

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Sie ist in der „Protokollabteilung“ des Hotels, empfängt und betreut die Gäste.

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Ich habe das – wie auch viele meiner Kolleginnen - so empfunden, als ob wir auf einer Insel leben.

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Wir waren etwas außerhalb der allgemeinen Wirklichkeit der DDR.

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Man hatte so viele Möglichkeiten mit Leuten zusammenzukommen, die einem normalen DDR-Bürger gar nicht begegnen würden.

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Im „Metropol“ wohnen West-Stars wie Udo Jürgens und Nana Mouskouri, Diplomaten und Geschäftsleute.

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DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski trifft sich hier mit seinen Handelspartnern „von drüben“.

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Die Gäste des „Metropol“ bekommen von der Mangelgesellschaft DDR nichts zu spüren.

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Wir konnten jedem Gast besorgen, was er wollte, auch wenn die Wünsche noch so ausgefallen waren.

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Wenn jemand braunen Kandiszucker in seinen Tee haben wollte, und es war gerade keiner da, dann wurde eben jemand nach West-Berlin geschickt, um ihn zu holen.

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Hin und wieder wird Helga Lindner auch als Abendunterhalterin und Seelentrösterin für einsame Geschäftsleute benötigt.

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Jahrelang war die Prokuristin der Firma Oetker bei uns zu Gast und fühlte sich abends etwas allein, wenn sie frei hatte, keinen Termin.

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Dann hat sie immer gebeten, dass jemand aus der Protokollabteilung sich um sie kümmert.

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Mal mit ihr etwas isst im Hotelrestaurant  – sie hat uns dann eingeladen – oder mit ihr an die Bar geht.

